Die Stadt Labin befindet sich an der Ostküste von Istrien und gliedert sich insgesamt in drei Teile.
Dazu zählen die Altstadt mit dem Namen Stari Grad, die Unterstadt mit dem Namen Podlabin sowie der Badeort Rabac. Dieser liegt in etwa fünf Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Labin befindet sich auf einem Hügel, der etwa 300 Meter hoch ist und eignet sich dadurch als wunderbare Aussichtsplattform.
In Italien heißt die Stadt Labin "Albona", was darauf hinweist, dass spätestens ab dem vierten Jahrhundert vor Christus dort bereits Menschen gelebt haben müssen. Im Jahre 177 wurde Labin von den Römern erobert und wurde eine römische Provinz. In den folgenden Jahren wechselten die Völker, die Labin belagerten. Darunter waren unter anderen die Ostgoten, die Byzantiner, die Langobarden, abermals die Byzantiner und letztlich auch die Franken. Selbst Teil des Deutschen Reichs war Lubin für kurze Zeit, und zwar in den Jahren von 902 bis 1207 nach Christus. In den Jahren 1207 bis 1420 herrschte dann der Patriarch von Aquileia in Lubin. Ab dem 03. Juli 1420 wurde Labin der Republik Venedig zugesprochen. Dadurch kam es zu einem enormen wirtschaftlichen Aufschwung in der Stadt Labin. Im Jahr 1813 wurde Labin dann mitsamt ganz Istrien der Großmacht Österreich zugesprochen. In der Zeit zwischen dem ersten und dem zweiten Weltkrieg wurde Labin dann Italien zugeordnet. Dies geschah durch den Vertrag von Saint-Germain. Bis zum Jahre 1991 gehörte Labin zur Sozialistischen Teilrepublik Kroatien. 1991 wurde die Stadt dann Kroatien zugewiesen.
Kommt man aus der Richtung Podlabin mit dem Auto, so fährt man am besten durch den Kreisverkehr. Dort nimmt man die 2. Ausfahrt raus in Richtung Labin / Rabac und gelangt so an eine Straßenmündung. Halblinks führt diese Straße etwa 4 km weiter nach Rabac. Rechts biegt man ab auf eine weitere Straße, namentlich die Ulica Negrija, die dann hinauf in die Altstadt Labin führt. Für die Anreise mit dem Bus steht ein Busbahnhof zur Verfügung.
Zum Schlendern bietet sich insbesondere die Altstadt in Labin an. Hier gibt es eine Reihe uriger Cafes, kleiner Läden und schöner Restaurants. Der Eingang zur Altstadt befindet sich am Tor Sankt Florus. Dieses wurde 1589 im Stil der Hochrenaissance erstellt. Oben befinden sich das Labiner Wappen sowie der venezianische Löwe.
Nahe des Stadtpalastes befindet sich ein Theater. Dieses schaut nicht wirklich wie ein Theater aus, sondern vielmehr wie eine Kirche. Dies ergibt sich aus der Bauweise mit einer Fassade mit Rundbogenfenstern sowie des Weiteren einem Dreiecksgiebel.
Hoch über der Stadt, auf dem allerhöchsten Punkt des Berges, befand sich früher einmal das Kastell. Von diesem ist heute jedoch nur noch sehr wenig zu sehen. Die Überreste einer Kirche sind dort noch ausgestellt.
In der Nähe des Stadtpalastes befindet sich die im Jahre 1662 erbaute Stadtloggia. Früher fand dort die Gesetzgebung und die Rechtsprechung statt. An Sonntagen und an Markttagen gab es dort Tanzveranstaltungen für die Bauern. Auch der Schandpfahl stand vor der Loggia.
Sehenswert ist auch die Pfarrkirche Mariä Geburt. Diese wurde im 15. Jahrhundert erbaut. Der Stil ist gotisch. Auf der Fassade befindet sich eine wunderschöne Fensterrose. In der Kirche werden verschiedene Marmoraltäre aus dem siebzehnten Jahrhundert und einige Bilder aufbewahrt. Ferner befinden sich dort die Reliquien des heiligen Justus aus dem Jahre 1664. Als Highlight der Pfarrkirche Mariä Geburt gilt das Altarbild der
Muttergottes vom Karmel von Jacopo Negriti, welcher auch als Palma der Jüngere Bekanntheit erlangte.
Des Weiteren sollte der Blick vom venezianischen Glockenturm bei einem Besuch der Stadt Labin nicht fehlen. Dieser ragt 35 Meter in den Himmel und bietet einen ausgezeichneten Blick über die Stadt. Er wurde im Jahr 1623 erbaut.
Ferner lohnt sich der Besuch des Scampicchio-Palastes. Bei diesem handelt es sich um einen Renaissancepalast, der im Jahre 1570 von Baltasare (Baldo) Scampicchio für die Adelsfamilie Scampicchio errichtet wurde. Dieser Palast steht unter Denkmalschutz und zeigt den Aufstieg der Familie Scampicchio. In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts kämpfte der Vaters von Baltasare, Matteo Scampicchio, der zudem ein Urenkel des 1420 von Rijeka nach Labin eingewanderten Baldo Scampicchio war, als Kommandant auf Seiten der Republik Venedig gegen den Habsburger Kaiser sowie den spanischen König Karl V. Für diese Leistungen im Militär wurde er im Jahre 1553 mit einem Adelstitel gekürt, der sich daraufhin auf alle Nachkommen weiter vererbte. Das Familienwappen - ein Vogelflügel mit Krallen - ist ebenso an dem Palast angebracht wie auch die Initialien des Erbauers des Palastes. Der Scampicchio-Palast verfügt über eine private Kapelle, die als Besonderheit durch einen Gang der über die Straße verläuft und dadurch sowie durch ein Fenster mit der Kirche Maria Empfängnis verbunden ist.
Sehenswert ist auch ein weiterer Palast in Labin, nämlich der Stadtpalast. In diesem hat heute die Stadtverwaltung von Labin ihren Sitz. Dieser verfügt über rundbogige Arkaden und ein Bossenmauerwerk, woraus sich schließen lässt, dass er nach der Vorlage italienischer Renaissance-Paläste erbaut wurde.
Ein weiterer Palast in der Stadt Labin ist der Battiala-Lazzarini-Palast. Dieser wurde im 18. Jahrhundert im barocken Stil erbaut. Heute befindet sich dort ein Volks
museum. Hier werden unter anderem Fundstücke von dem Römern wie etwa Grabsteine, Inschriften, Amphoren, Handwerksgeräte, Trachten und Alltagsgegenstände ausgestellt. Oben im Palast findet eine Ausstellung einheimischer Künstler statt. Zudem verfügt der Palast über eine Nachbildung eines Stollens mit einer kleinen Bergbausammlung und verschiedenen Arbeitsgeräten. Diese kann der Besucher im Untergeschoss erleben.
An Sportmöglichkeiten bietet Labin insbesondere Surfen und Tauchen. Aber auch Spaziergänge oder Joggen sind auf der Insel gut möglich.
An der Küste von Ravni liegen viele kleine Buchten. Hier ist das Wasser sehr klar, einige der Fels oder Kieselstrände sind sehr einsam, sodass man unbeobachtet baden kann.
Auch Spaziergänge an den Stränden entlang sind sehr erholsam. Für Partyfreunde empfiehlt sich die Disco Zeus in Podlabin nahe des Busbahnhofs.
Erste Hilfe 00385 52 853 333 oder 94
Ambulance Rabac 872 030 oder 94
Polizei 00385 52 538 438 oder 92
Feuerwehr 93
Tourismusverband 00385 52 855 560
Bürgermeisteramt 00385 052 852 078